Indoor Navigation: Wiki Fachbegriffe einfach erklärt

Indoor Positionsbestimmung mit RFID (radio-frequency identification)

Was ist die RFID Technologie und wie kann sie zur Indoor Positionsbestimmung angewendet werden?

Mit der RFID-Technologie ist es möglich, durch elektromagnetische Wellen Objekte, Personen und Tiere zu identifizieren und zu orten sowie Daten kontaktlos auszulesen und zu speichern. Das System besteht immer aus einem Transponder und einem Lesegerät. Auf dem Transponder können Daten gespeichert werden.

In den meisten Fällen ist dieses Element passiv und hat keine eigene Stromversorgung. Das Lesegerät muss sich je nach Frequenzbereich in einem Radius von wenigen Zentimetern bis zu einem Meter um den Transponder (= RFID-Tag) befinden, um mit ihm Daten austauschen zu können.

Es gibt auch aktive RFID-Tags: sie verfügen über eine eigene Batterie und sind dadurch schwerer und teurer als passive Transponder. Sie haben allerdings eine deutlich höhere Reichweite (bis zu 10 Meter). Werden personenbezogene Daten auf dem Tag gespeichert, kommt das Bundesdatenschutzgesetz zur Anwendung.

Anwendungsfälle von RFID

  • Logistik (Bestandskontrolle, Supply Chain Management)
  • Zutrittskontrolle (Parkhaus, Bürogebäude, Skipass…)
  • Identifizierung von Haus- und Nutztieren
  • Zeiterfassung
  • Personalausweis
  • Bibliotheken
  • Eintrittskarten
  • Handel (Self-Checkout, Produktinformationen, Kunden- und Bezahlkarten)
  • Diebstahlsicherung
  • Verkehr (Mautsysteme, Parkhaus, Wegfahrsperre)
  • Healthcare (Rückverfolgung von Medikamenten und Blutkonserven, Identifizierung und Lokalisierung von Patienten, Qualitätsmanagement, Ortung von medizinischen Geräten)

RFID und Indoor Navigation / Indoor Positionsbestimmung

Am häufigsten findet die RFID-Technik in Produktion und Logistik Anwendung. So kann zum Beispiel nachvollzogen werden, an welchem Punkt in der Produktionskette sich ein Gegenstand gerade befindet. Am Gegenstand selbst können Daten, etwa das Verfallsdatum, mittels RFID-Tag gespeichert werden. Sinnvoll kann auch das Orten und Identifizieren von Patienten und Geräten in Krankenhäusern sein. Die Lokalisierung erfolgt in diesen Fällen durch im Gebäude verteilte Lesegeräte. Die Genauigkeit hängt von der Frequenz ab. RFID-Tags können insofern zur Indoor Navigation verwendet werden, als dass sie z.B. auf einer Mitarbeiterkarte gespeicherte Zielkoordinaten an ein Gebäudeleitsystem (z.B. Touchscreen, Terminallösung) weitergeben. Darauf wird die beste Route, ausgehend vom Standort, angezeigt. Diese Methode ist jedoch sehr unflexibel und wenig benutzerfreundlich.

Quellen

https://www.datenschutz.rlp.de/downloads/oh/info_RFID.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/RFID

Links https://www.infsoft.de/blog-de/articleid/61/tracking-mit-beacons-oder-rfid



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