Indoor-Navigation: Wissen Wissenswertes zur Indoor-Navigation

Indoor Navigation von Google – was man wissen sollte

Google bietet innerhalb Google Maps Indoor Navigation an – das sollten Sie darüber wissen

Mit Google und Apple sind zwei der Big Player der Internetindustrie in die Indoor Navigation eingestiegen. Sind die Anwendungen marktreif? Welche Chancen und Risiken haben sie?

Indoor Navigation von Google: Indoor Maps, Eddystone und Project Tango

Google selbst schreibt über Indoor Maps: „In Google Maps können Sie die Gebäudepläne ausgewählter Flughäfen, Kaufhäuser, Einkaufszentren und anderer öffentlich zugänglicher Gebäude abrufen und darin navigieren.“ Das Google-System positioniert den Nutzer via WLAN-Trilateration im Gebäude. Genauigkeiten von 5-15 Metern können so erreicht werden. Indoor Maps zeigt POIs im Gebäude an, die Nutzer zuvor eingetragen haben. Es erkennt unterschiedliche Stockwerke und ist kostenlos. Außerdem hat Google 2015 einen eigenen Beacon-Standard veröffentlicht. „Eddystone“-Beacons ermöglichen eine präzisere Ortung und werden vermutlich in Zukunft die Genauigkeit von Indoor Maps verbessern. Zudem arbeitet Google an „Project Tango“. Die Software soll Räume mithilfe von 3D-Sensoren ausmessen können, Indoor-Navigation ohne GPS und Augmented Reality ermöglichen.

Vor- und Nachteile von Googles Indoor Maps

Zusammenfassend kann man Google Indoor Maps so bewerten: Für den User ist der Dienst ein guter, kostenloser Zusatzservice einer App, die er sowieso benutzt. Jedoch ist der Umgang mit Nutzerdaten kritisch zu bewerten. Betreiber von Gebäuden machen sich von einem internationalen Großkonzern abhängig und geben die Kontrolle über Bewegungsprofile, Einsatzmöglichkeiten und Informationen zum Ort ab.

Vorteile:

  • Dienst ist kostenlos
  • Karten sind in bereits weit verbreitete App integriert
  • gute Usability

Nachteile:

  • nur öffentliche Gebäude („kommerzielle Standorte“) dürfen kartographiert werden. In Deutschland gibt es Stand November 2015 nur 20 verfügbare Orte
  • Bewegungsprofil der Nutzer wird an Server in den USA gesendet, serverbasierte Ortung ist in Sachen Datenschutz kritisch zu betrachten
  • Betreiber haben nicht die volle Kontrolle über die Darstellung ihres Ortes
  • relativ ungenaue Positionsbestimmung (5-15 Meter)
  • Betreiber haben keine Analysemöglichkeit und können ihr Location Based Marketing nicht frei gestalten
  • Betreiber sind von einer Fremdfirma abhängig

Quellen



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